Entsorgung

Tourenbasierte Leistungen, variable Mengenstrukturen und eine Vielzahl regulatorischer Besonderheiten sind Charakteristika der Entsorgungsbranche. Bei der Einführung der E-Rechnung trifft die EN 16931 daher auf Abläufe, die sich nur bedingt in klar abgegrenzte Einzelpositionen überführen lassen. Leistungen entstehen entlang von Touren mit unterschiedlichen Abfallarten, Behältern und Mengen, während Wiege- und Begleitscheine häufig in separaten Systemen geführt werden. Gleichzeitig bedingen differenzierte Preislogiken, etwa nach Gewicht, Abfallart oder Zusatzleistungen, komplexe Abrechnungsstrukturen. Hinzu kommen kommunale Gebührenmodelle und hoheitliche Rahmenbedingungen, die sich deutlich von klassischen Rechnungslogiken unterscheiden. Zusätzliche erschweren heterogene Kundenanforderungen und IT-Systeme eine konsistente, durchgängig digitale Verarbeitung.

Das Branchencenter „Entsorgung“ setzt genau an diesen praktischen Fragestellungen an. Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Branche, von kommunalen Betrieben bis zu privatwirtschaftlichen Entsorgern, bringen ihre konkreten Anwendungsszenarien ein. In Zusammenarbeit mit Branchenverband und Lösungsanbietern werden diese systematisch analysiert und in einen strukturierten Anforderungskatalog überführt. Ziel ist die Entwicklung tragfähiger Umsetzungsempfehlungen, die den spezifischen Rahmenbedingungen der Entsorgungswirtschaft gerecht werden. Beteiligte Unternehmen stellen sicher, dass ihre operativen Anforderungen gezielt berücksichtigt werden, während die Ergebnisse der gesamten Branche als praxistaugliche Orientierung für die Umsetzung der E-Rechnung dienen.

Zentrale Schwerpunkte

Strukturierung tourenbasierter Leistungen und variabler Mengen

Integration von Wiege-, Begleit- und Nachweisdaten in die E-Rechnung

Abbildung komplexer Preislogiken nach Abfallart, Gewicht und Leistung

Berücksichtigung kommunaler Gebührenmodelle und rechtlicher Besonderheiten

Harmonisierung heterogener IT-Systeme und paralleler Abrechnungswelten