Open Source
Open-Source-Komponenten sind ein zentraler Bestandteil des E-Rechnungsökosystems. Sie schaffen Transparenz in Bezug auf Datenmodelle, Validierungsregeln und Austauschmechanismen und unterstützen die Umsetzung etablierter Standards wie EN 16931, XRechnung und Peppol. Offene Referenzimplementierungen, Validatoren und Transformationswerkzeuge fördern Interoperabilität, beschleunigen die Verbreitung standardkonformer Lösungen und reduzieren Abhängigkeiten von proprietären Systemen. Gleichzeitig ermöglichen sie eine gemeinschaftliche Weiterentwicklung technischer Grundlagen.
Der Einsatz offener Komponenten erfordert jedoch eine differenzierte Bewertung. Unternehmen müssen Qualität, Wartung und Release-Zyklen ebenso berücksichtigen wie Lizenzmodelle und Governance-Strukturen. Zudem sind die Nachvollziehbarkeit von Prüf- und Transformationslogiken sowie die belastbare Integration in produktive Prozesslandschaften sicherzustellen. Ohne klare Steuerung besteht das Risiko fragmentierter Lösungen und inkonsistenter Implementierungen.
Das Kompetenz-Center „Open Source“ adressiert diese Fragestellungen durch die systematische Einordnung verfügbarer Komponenten, die Bewertung ihrer Einsatzfähigkeit sowie die Entwicklung von Leitlinien für Governance, Qualitätssicherung und den nachhaltigen Einsatz offener Technologien im E-Rechnungsumfeld.
Zentrale Schwerpunkte
Bewertung offener Komponenten und Referenzimplementierungen
Einordnung von Governance- und Wartungsmodellen
Analyse sicherheits- und qualitätsrelevanter Reifegrade
Entwicklung von Leitlinien für Lizenzmodelle, Compliance und Einsatz
Beobachtung communitybasierter Innovationsdynamiken
Andreas Starke
a.starke(at)eurofactura.de
Leiter Technik und Entwicklung bei der OXSEED logistics GmbH und Mitarbeit im AP3 während der Entwicklungsphase des ZUGFeRD Formats.
Jochen Stärk
j.staerk(at)eurofactura.de
Wirtschaftsinformatiker, Inhaber usegroup und Initiator von Mustangproject.