Telekommunikation

Telekommunikationsunternehmen arbeiten mit hochautomatisierten Abrechnungssystemen, in denen Leistungen nicht positionsbasiert, sondern aus großen Mengen einzelner Nutzungsereignisse generiert werden. Bei der Einführung der E-Rechnung trifft die EN 16931 damit auf eine Branche, die stark durch Aggregation, Tarifbewertung und komplexe Produktstrukturen geprägt ist. Millionen von Verbindungsdaten, volumenabhängige Abrechnungen und Bündelangebote lassen sich nur bedingt mit standardisierten Rechnungspositionen abbilden. Gleichzeitig führen mehrstufige Partnerbeziehungen, etwa in Wholesale-, Roaming- oder Resale-Modellen, zu vielschichtigen Abrechnungsstrukturen. Anspruchsvolle Kundenanforderungen wie Sammelrechnungen, Kostenstellenlogiken und internationale Abrechnungsmodelle steigern die Komplexität zusätzlich.

Diese Herausforderungen greift das Branchencenter „Telekommunikation“ gezielt auf: Anwender aus verschiedenen Bereichen wie Billing, Partnerabrechnung oder Produktmanagement bringen ihre konkreten Problemstellungen ein. Gemeinsam mit Branchenverband und Lösungsanbietern werden diese Anforderungen gezielt ausgewertet und praxistaugliche Lösungsansätze formuliert. Ziel ist die Entwicklung tragfähiger Umsetzungsempfehlungen, die sowohl die technischen Systemlandschaften als auch die komplexen Abrechnungsmodelle der Branche berücksichtigen. Unternehmen, die sich aktiv einbringen, stellen sicher, dass ihre spezifischen Anforderungen berücksichtigt werden, während die Ergebnisse als Orientierung für eine einheitliche Umsetzung der E-Rechnung in der Telekommunikationsbranche dienen.

Zentrale Schwerpunkte

Abbildung ereignisbasierter Abrechnung und Massendaten

Strukturierung komplexer Tarif- und Bündelmodelle

Klärung mehrstufiger Partner- und Wholesale-Abrechnungen

Integration in bestehende Billing- und CRM-Systemlandschaften

Umsetzung von Sammelrechnungen, Multi-Account- und internationalen Modellen